Zahlen und Fakten

 

 

Da ein enger Zusammenhang zwischen der aktuellen Anzahl an Studienanfängern sowie der künftigen Menge an Studienabbrechern vermutet werden darf, rückt in diesem Abschnitt die Entwicklung der Studienanfängerzahlen in den Blickpunkt – diese weist über die letzten Jahre im Durchschnitt eine steigende Tendenz auf. Zwischen 2000 und 2012 ist die Anzahl an Studienanfängern um 56 Prozent gestiegen. Der mit diesem signifikanten Wachstum verbundene Entwicklungspfad weist die folgenden Besonderheiten auf: Nach einem Anstieg der Anzahl an Studienanfängern zu Beginn des neuen Jahrtausends (etwa 6,6 Prozent), sanken die Zahlen zwischen 2004 bis 2006 vorübergehend. Es schloss sich eine Phase überdurchschnittlichen Wachstums an (ca. 8,4 Prozent), die bis 2011 andauerte. In diesem Jahr markierte die Rekordzahl von 518.748 Studienanfängern das bisherige Maximum dieser Entwicklung. Es folgte in 2012 ein zwischenzeitlicher Einbruch der Studienanfängerquote (minus 5 Prozent).Aktuelle Entwicklungen lassen jedoch erwarten, dass es sich hierbei um eine Momentaufnahme handelt, die keinen Wendepunkt markiert, so dass der Höchststand von 2011 in den kommenden Jahren mit hoher Wahrscheinlichkeit noch überschritten wird. Insbesondere die Umstellung des gymnasialen Schulsystems von neun auf acht Jahre sowie das Aussetzen der Wehrpflicht können diesbezüglich als „Treiber“ steigender Studienanfängerzahlen identifiziert werden.

Wie bereits angedeutet, implizieren die zuvor vorgestellten Studienanfängerzahlen der letzten Jahre interessante Hinweise für die künftige Entwicklung der Anzahl an Studienabbrechern. Beispielsweise führt eine steigende Anzahl an Studienanfängern, insbesondere unter der Voraussetzung einer konstanten Studienabbrecherquote, unweigerlich zu einer wachsenden Anzahl an Studienabbrechern.