|
|
 |
 |
 |
| Die WELT - online |
 |
Hoffnung für Studienabbrecher Wer ein naturwissenschaftliches Studium geschmissen hat, braucht sich nicht zu verstecken. Junge, pfiffige Abbrecher haben ungeahnte Chancen Prominente Beispiele von Bill Gates bis Steven Spielberg gibt es genug. Genau wie sie treffen in Deutschland jährlich rund 70 000 Studenten eine folgenreiche Entscheidung - sie brechen ihr Studium ab. Die Gründe dafür sind vielfältig. Dem einen liegt der akademische Betrieb nicht, anderen kommen finanzielle oder familiäre Probleme dazwischen. Geisteswissenschaftlern fehlt die Motivation, sich für einen oft als nahezu aussichtslos dargestellten Arbeitsmarkt zu qualifizieren, Naturwissenschaftler oder Juristen scheitern an hochgeschraubten Prüfungsanforderungen. Manch einer schmeißt dann irgendwann aus lauter Verzweifelung alles hin. Was lange als ein besonders unschöner Einschnitt im Lebenslauf galt, macht die Jobsuche heute aber nicht mehr zwingend erfolglos. In den letzten Jahren hat sich auch für Studienabbrecher ein durchaus funktionierender Arbeitsmarkt entwickelt ......................
2. Februar 2008, 04:00 Uhr Von Sebastian Blottner
|
|
 |
| Aufbau Ost einmal anders – oder die Wende der Wende? |
 |
Warum denn in die Ferne schweifen, wenn der Osten liegt so nah? Das fragen sich viele Studentinnen und Studenten angesichts der „Lockrufe" vieler Universitäten im Osten der Republik. Da gibt es sogar schon „Begrüßungsgeld" der anderen Art, wenn man seinen Studienplatz z.B. nach Frankfurt/Oder verlegt.
Durch die nicht vorhandene Studiengebühren und die niedrigeren Lebenshaltungskosten sind die Unis in Rostock, Greifswald, Jena, oder Dresden schon eine Überlegung Wert.
Es werden sogar schon extra „Rückholagenturen" eingesetzt, um „abgewanderte" Junge Leute zurückzuholen. Das werden schon mal knackige Werbesprüche herangezogen wie z.B. „Leben zwischen Strand und Audimax" und Jena soll zur studentenfreundlichsten Stadt werden. Na dann – viel Erfolg! Wenn es dann mit den Arbeitsmöglichkeiten im Anschluss an das Studium auch noch besser wird……
ES/7.10.07
|
|
 |
| denk-weiter.de |
 |
 |
Abbruch kein Beinbruch Studium abgebrochen? Bloß nicht verzweifeln! Das Internetportal „studienabbrecher.com" bietet Tipps, Tricks und Angebote für Studienabbrecher, die sich mehr erwarten als Harzt IV
|
|
 |
| general-anzeiger-bonn.de |
 |
Lieber früh als zu spät
Von Sabine Schrader Keine Lust: Laut einer Studie brechen rund 25 Prozent der Studierenden eines Jahrgangs ihr Studium abBonn. Das vorzeitige Ende einer akademischen Ausbildung ist heute nichts Ungewöhnliches. Laut einer Studie des Hochschul-Informations-Systems (HIS) brechen rund 25 Prozent der Studierenden eines Jahrgangs ihr Studium ab. Die Gründe sind vielschichtig
|
|
 |
| Bild.de |
 |
|
Was haben Jörg Pilawa, Heike Makatsch und Bill Gates gemeinsam? Sie sind reich, berühmt – und Studienabbrecher. Alle drei haben keinen akademischen Abschluss. Und damit befinden sie sich in prominenter Gesellschaft.
|
|
 |
| FAZ - Gibt es ein Leben nach dem Studienabbruch? |
 |
Bill Gates tat es, Claudia-Schiffer tat es und Goethe war ganz kurz davor. Studienabbruch ist ein Problem, das nicht nur die Versager und Unbegabten in unserer Gesellschaft betrifft. Fast 27 Prozent eines Studienanfängerjahrgangs, so ergab die erste vom Hochschul-Informations-System (HIS) durchgeführte Untersuchung, verlassen die Hochschule ohne Examen zweifellos eine alarmierend hohe Zahl.
Die Gründe, die zum Abbruch führen, sind vielfältig Doch nur jeder zehnte gibt sein Studium auf, weil er sich den Anforderungen nicht gewachsen fühlt. Wesentlich häufiger werden falsche Erwartungen, fehlender Praxisbezug und finanzielle Engpässe als Motive genannt. Keine Frage: Oftmals wäre die verfrühte Exmatrikulation zu verhindern gewesen, wenn die Betroffenen ihr Leben vor dem Studienabbruch besser geplant hätten. Wer die persönlichen Beratungsangebote der Arbeitsämter und Universitäten nutzt, läuft seltener Gefahr, bei der Fächerwahl eine Fehlentscheidung zu treffen. Der frustrierte Student der Meteorologie hätte rechtzeitig erfahren, dass er fundierte Physikkenntnisse und eine ausgeprägte mathematische Begabung benötigt, um in seinem Fach bestehen zu können; der BWL-¬Studentin, die sich zwischen 500 Kommilitonen im überfüllten Massenhörsaal verloren fühlt und Theorie als unnötigen Ballast empfindet, wäre eher zu einem Fachhochschul- oder Berufsakademie-Studium geraten worden. Dass sich intelligente Gymna¬siasten selbst helfen können und zur Unterstützung lediglich der Informationen aus dem Internet bedürfen, ist ein gefährlicher Trugschluss: Vielmehr hat die Differenzierung des Studienangebots und die Zahl der Unentschlossenen und Verunsicherten deutlich erhöht. Wer jedoch endgültig entschieden ist, der Almamater den Rücken zuzukehren, hat häufig mit einem Negativ¬Image zu kämpfen. Abiturienten mit schlechten Noten, die sich halbherzig für ein zulassungsfreies Fach eingeschrieben haben, das weder ihren Neigungen noch ihrer Eignung entspricht, werden auch bei der späteren Arbeitssuche auf Schwierigkeiten stoßen. Zu oft haben die Personaler gehört, dass die Lehrer Schuld haben und das Zeugnis keinen Aufschluss über die Wahren Talent& des Bewerbers gebe. Überzeugen kann hingegen der Nachweis eines erfolgreich absolvierten Praktikums - oder auch das Ergebnis eines psychologischen "Eignungstests, der ebenfalls zu den kostenlosen Angeboten, der Bundesanstalt gehört. Dass manche Arbeitgeber gezielt nach Studienabbrechern fahnden mag zunächst überraschen. Freilich gilt das Interesse nicht den Leistungsschwachen und Unmotivierten, sondern vielmehr denjenigen, die erste Grundkenntnisse in ihrem Fach gesammelt haben und nun bewusst den Einstieg in die Praxis suchen. Die Erfahrung zeigt, dass das Erleben eine persönlichen Scheiterns, wie es ein Studienabbruch nun mal darstellt, zu einem regelrechten Motivationsschub führt: Im neuen Job oder in der neuen Ausbildung wollen die jungen Leute zeigen, was wirklich in ihnen steckt. Und sie wandern in den seltensten Fällen anschließend in ein Studium ab. Im Internet gibt es bereits eine Plattform die es sich zur Aufgabe macht, die „Königskinder" zusammenzubringen. Unter www.studienabbrecher.com finden Uni-Muffel Angebote renommierter Firmen, die ihnen ein Leben jenseits von Taxi fahren und Putzdiensten ermöglichen wollen. Wie schon die Eingangsbeispiele belegen: Auch Studienabbrecher können Karriere machen.
FAZ – Bericht von Eva Peters Berufsberaterin AA- Frankfurt
|
|
 |
| manager-magazin.de |
 |
Auf zu neuen Ufern
Ein Viertel aller angehenden Akademiker bricht sein Studium ab. Aber was wird aus den verhinderten Magistern, wenn sie nicht gerade Bill Gates, Steven Spielberg oder Günther Jauch heißen? Für die berufliche Zukunft ist eine solche Entscheidung nicht unbedingt ein Makel. Auch Studienabbrecher können Karriere machen.
|
|
 |
| Presseinformation der Rheinischen Post |
 |
 |
Die Campus-Flüchtlinge
Düsseldorf (RP). Von 100 Studienanfängern in Deutschland verlassen nur 75 ihre Hochschule mit einem Abschluss. Und dann? Wer bei möglichen Chefs punkten will, sollte den Studienabbruch nicht als Makel, sondern als Kurskorrektur begreifen.
So viel packender als zuzuhören war es, selber zu erzählen. So viel spannender als bewegt zu werden war es, selber zu bewegen. So viel besser als das Studium war - das Leben. So schien es Armin Helbach.
Der Düsseldorfer quälte sich durch Germanistik-Vorlesungen, langweilte sich in Pädagogik-Seminaren. Mit jedem Semester ein bisschen mehr. Drum studierte er mit jedem Semester ein bisschen weniger. Arbeitete im Fachschaftsrat, ackerte in Hochschulgremien, rackerte als Praktikant. Und entdeckte, dass er, der Spund, älteren Firmenbossen etwas voraus hatte: Er verstand sich auf Computer; sie nicht. Helbach, hilf! Helbach half, programmierte, vernetzte Abteilungen, ersann IT-Lösungen, gründete mit anderen eine Multimedia-Agentur, wurde deren Geschäftsführer und schließlich konsequent: Studienabbruch im achten Semester. „Es nicht zu tun", sagt er, „wäre Selbstbetrug gewesen."
Von 100 deutschen Studienanfängern verlassen nur 75 den Campus mit einem Abschluss. Nach den jüngsten Erhebungen des Hochschul-Informations-Systems geht angehenden Akademikern vor allem in den Sprach- und Kulturwissenschaften sowie in der Informatik vorzeitig die Puste aus. Dort liegt die Abbrecherquote mit 45 beziehungsweise 38Prozent klar über dem 25-prozentigen Durchschnitt.
Die Statistiker haben es nicht dabei belassen, die Campus-Flüchtlinge zu zählen. Sie fragten auch nach deren Gründen. 17 Prozent sagten, dass sie vor allem Finanznot von der Hochschule in den Beruf getrieben hätte. Ebenso viele erzählten, die Praxis der Theorie vorzuziehen. Fast so viele (16 Prozent) erklärten, dass sie sich weder mit ihrem Fach noch mit den damit verbundenen beruflichen Möglichkeiten identifizieren konnten. Nur acht Prozent gaben auf, weil sie sich überfordert fühlten.
Was keine Statistik erfasst: Wie viele wie lange die Exmatrikulation vor sich herschoben, zweifelten, gar verzweifelten, weil sie - anders als Armin Helbach, Bill Gates oder Mick Jagger - eben nicht wussten, wie es danach weitergeht.
Die Zukunft als Leerstelle. Dann ein Studium dranzugeben, verlangt enormen Mut. Zumal der Abbrecher auch mit einem Grundsatz bricht: „Bring zu Ende, was du angefangen hast." Ein Versager, wem das nicht gelingt. Oder? „Natürlich bleiben Abbrechern bestimmte Berufe, Positionen oder Unternehmen verschlossen", urteilen Christine Öttl und Gitte Härter, Autorinnen des Ratgebers „Studienabbruch, na und ?". Doch stünden Abbrechern heute viel mehr Türen offen, zumal sich in der Arbeitswelt die Überzeugung durchsetze, dass vor allem die persönliche Qualifikation der Mitarbeiter über den Erfolg der Firma entscheidet. Und dass sich fachliche Defizite leichter ausgleichen lassen als persönliche.
Klingt ermutigend. Soll es auch. Weil Öttl und Härter gar nichts davon halten, den Kopf einzuziehen. Brust raus! Abbrecher sollten möglichen Bossen den Knick im Lebenslauf nicht als Makel, sondern als Kurskorrektur präsentieren. Dazu müssen sie freilich selbst daran glauben - und sich gut vorbereiten. Was kann ich, was will ich und welche Voraussetzungen bringe ich dafür mit? Wer das beantwortet hat - „am besten schriftlich", raten Öttl und Härter -, überzeugt.
Etlichen gelingt es, erzählt Rebecca Weigelt, die in der Personalabteilung der Aachen-Münchener Versicherungen in Köln arbeitet. Das Unternehmen bildet Versicherungskaufleute aus - und wendet sich gezielt an Studienabbrecher aller Fachrichtungen. Weil die Abbrecher, sagt Weigelt, „wissen, was sie wollen und können, ihre Chancen offensiver nutzen und sich mehr anstrengen als andere".
Weil er wusste, was er wollte, hat Armin Helbach wieder etwas abgebrochen: seine steile Unternehmer-Karriere - der beiden Töchter wegen. In seiner Firma arbeitet er nun als Teilzeitkraft. Wie es mit ihm weitergeht, wenn die Elternzeit abgelaufen ist? „Eine Festanstellung als System-Administrator in einer Behörde - das wird nichts ohne abgeschlossenes Studium", sagt der 30-Jährige. Zurück auf den Chefsessel? Unmöglich. Längst sitzt ein anderer darin. Helbach nimmt es hin. Kein Hader. „Ich denke daran, in meiner alten Firma eine neue Abteilung aufzumachen."
Gut so. Wie heißt's im Abbrecher-Leitfaden? „Lassen Sie die verschlossenen Türen links liegen. Halten Sie Ausschau nach den offenen."
|
|
 |
|
|
|